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Mentorenprogramm
Der Ursprung des Mentoring
geht auf die griechische Mythologie und Homers Epos "Odyssee"
zurück. Es heißt, dass Odysseus einen Vertrauten bat, sich
um seinen Sohn Telemachos zu kümmern, bevor er in den Trojanischen
Krieg zog. Er sollte ihm wie ein geistiger Vater sein, ihn
in die Traditionen und Konventionen der Gesellschaft einführen,
ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dieser Vertraute hieß
Mentor.
So stehen die Figuren Mentor
und Telemachos seit langer Zeit Pate für eine soziale Beziehung,
die zwischen einem älteren und meist erfahrenem Menschen und
einem jüngeren Menschen zum Austausch von Ratschlägen und
Erfahrungen besteht. Heute sind Mentorenprogramme bereits
fester Bestandteil zahlreicher Universitäten aber auch großer
Unternehmen, insbesondere im englischsprachigen Raum.
Im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
der Goethe-Universität setzen wir uns das Ziel, die Studienbedingungen
zu verbessern und den Lerntransfer zu erhöhen. Um dies zu
erreichen, sollen Studierende über die reine Wissensvermittlung
hinaus gefördert werden. Neben unserer Veranstaltungsreihe
"Best-Practice: aus der Berufspraxis für das Studium" (Selbstmanagement:
Lernen, Motivation, MS Office, Selbstmarketing) soll das Mentorenprogramm
dieses Vorhaben unterstützen.
Seit einiger Zeit werden
bereits die Erstsemester an unserem Fachbereich von einem
Mentorenteam der Organisation SSIX betreut. Dabei handelt
es sich um Studenten, die jüngeren Kommilitonen während der
Orientierungsphase als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
Der Fachbereich hat dieses Angebot nun um das Alumni-Mentorenprogramm
ergänzt, bei dem Absolventen die Aufgaben des Mentors übernehmen.
Zielsetzung
Ziel dieses Programms ist
es, die Studierenden persönlich und fachlich in ihrer Weiterentwicklung
zu unterstützen. Dabei erhalten Studierende offenes Feedback,
um das Eigen- mit dem Fremdbild vergleichen zu können und
daraus Strategien zur persönlichen Weiterentwicklung erarbeiten
zu können. Durch den Kontakt und die Erfahrungen soll dem
Mentee der Übergang in die Berufswelt erleichtert werden.
Dem Mentor hingegen bietet das Programm zum Einen die Möglichkeit,
Studenten für seinen Berufszweig oder sein Unternehmen zu
interessieren. Zum Anderen hat er dadurch die Gelegenheit
die Bindung zu seiner ehemaligen Universität wieder aufzufrischen
und zu vertiefen.
Die fwwg wünscht sich durch
das Programm eine Ausweitung und Intensivierung unseres Alumni-Netzwerkes.
Es wird von unserem Vorstandsmitglied Angie Hagemann und dem
Leiter des Managing Teams Bert Kottmair koordiniert. Wir sehen
uns in erster Linie als Vermittler, tragen aber darüber hinaus
für einen reibungslosen Ablauf Sorge. Um dies zu gewährleisten,
stehen wir für beide Seiten als Ansprechpartner für Fragen
und Anregungen zur Verfügung.
Wer kann
Mentor werden und was wird von ihm erwartet?
Jeder Ehemalige des Fachbereichs
kann Mentor/Mentorin werden.
Die Aufgaben eines Mentors:
Unterstützung bei aktuellen
Fragen rund um Studium & Berufseinstieg
Karriereplanung, gemeinsame Erarbeitung von beruflichen Strategien
Unterstützung bei Praktikumssuche, Auslandsaufenthalt, Vorbereitungen
auf Bewerbungsgespräche
Einführung in Netzwerke und Vermittlung von Kontakten
Einführung in informelles Wissen über die Universität oder
Abläufe im Berufsleben, Wiedergabe der eigenen Erfahrungen.
Der Nutzen und die Chance
für einen Mentor:
Zugang zur aktuellen Forschung
Ideen und Impulse des akademischen Nachwuchses
Qualifizierten Nachwuchs besser kennenlernen und evtl. rekrutieren
Soziale und kommunikative Kompetenzen trainieren
Kontakte zu anderen Mentoren
Neue Kooperationsmöglichkeiten im Netzwerk
Wer kann
Mentee werden und was erwartet ihn?
Studierende der Bachelor-Studiengänge
sollten die Orientierungsphase abgeschlossen haben, Diplomstudierende
das Vordiplom vorweisen können.
Möglichkeiten
Schließen der Lücke zwischen
Theorie und Praxis
Karriere- oder Studienplanung Orientierung in der Berufswelt
Unterstützung bei Problemen, Bachelor-/Diplomarbeiten, Studienverlaufsplanung
Eintritt in Netzwerke
Soziale Kompetenz (Kommunikationsstrategien, Selbstmanagement,
Konfliktfähigkeit, Teamkompetenz)
Entwicklung der Persönlichkeit (Organisation, Zeitmanagement,
Zugang zu Wissen)
Wie
treffen Mentor und Mentee zusammen?
Nach Ausfüllen eines Fragebogens
(separate Fragebögen für Mentoren und Mentees) werden Sie
einem Partner entsprechend der größtmöglichen Äquivalenz und
Übereinstimmung der Profile zugeordnet.
Danach gibt es gibt verschiedene
Möglichkeiten, das Angebot des Programmes zu nutzen
Kick-Off Veranstaltung jedes Semester (1. Treffen Mentorenpärchen)
Einzelgespräche
Telefon- und Mailkontakt
Wiedertreffen aller Mentorenpärchen bei der folgenden Kick-Off-Veranstaltung
Die Einzelgespräche sollten
von den Mentees selbst vereinbart werden. Es ist wichtig,
dass Inhalte, Zeiträume, Ort und Dauer der Treffen klar bestimmt
werden. Dabei leistet der Mentor Hilfestellung.
Scheuen Sie sich als Mentee
nicht, ihren Mentor anzumailen oder anzurufen, um Gespräche
und Treffen zu vereinbaren. Ihr Mentor ist Ihnen zugeordnet,
hat sich bereit erklärt, einen Mentee zu betreuen und sollte
dieser Aufgabe auch nachkommen. Vielleicht unterbreiten Sie
Ihrem Mentor mehrere Terminvorschläge, damit ein Treffen auch
tatsächlich zustande kommen kann.
Zielvereinbarung
Es ist hilfreich zu Beginn des
Kontaktes eine Zielvereinbarung abzuschließen. Dabei sollte
der Mentor Kenntnis über die Ziele des Mentees erlangen und
die Erwartungen abgleichen. Der Mentee sollte sich deshalb
auf das erste persönliche Gespräch mit dem Mentor gut vorbereiten
und sich Gedanken über die Gründe für die Teilnahme am Mentorenprogramm,
über die Unterstützung und seine Erwartungen machen.
Bedingungen
des Mentorenprogramms
Mentoren und Mentees gehen
die Beziehung freiwillig und in gegenseitigem Vertrauen ein.
Es sollte die Möglichkeit eines längerfristigen Bestehens
des Mentorenpärchens bestehen. Die Beteiligten können die
Verbindung bei Problemen oder zeitlichen Überschneidungen
vorzeitig beenden.
Persönliche und geschäftliche Daten der beteiligten Personen
müssen im gegenseitigen Interesse absolut vertraulich behandelt
werden und dürfen nicht an Dritte weitergegeben werden.
Die Aktivitäten sind ehrenamtlich und damit unentgeltlich
zu erbringen.
Ansprechpartner:
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